Biomonitoring

Grünkohl

In einem freiwilligen Umwelt-Untersuchungsprogramm untersucht die Flughafengesellschaft die Verbreitung von Luftschadstoffen durch den Luftverkehr und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Dafür wurden auf dem Gelände und im Umfeld des Flughafens sowohl genormte Graskulturen als auch Grünkohlpflanzen ausgebracht. Beide Pflanzenarten eignen sich besonders gut als Bioindikator, da sie bestimmte Luftschadstoffe anreichern.

Die Messpunkte sind nahe der Start- und Landebahn, im Dorf Schönefeld, in Schulzendorf und in Blankenfelde, entlang der Autobahn sowie in landwirtschaftlich genutzten Gebieten fern des Flughafens platziert, um einen Vergleich der Belastungssituation zu ermöglichen.

Das Biomonitoring wurde in den Jahren 2011 und 2012 mit Grünkohl sowie 2012 und 2013 mit Graskulturen durchgeführt.

Die Ergebnisse der Untersuchungen durch das Münchner Institut UMW Umweltmonitoring auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schwermetalle zeigen keinen Einfluss des Flughafenbetriebs auf die Luftschadstoffe in der Umgebung. Aktuell wird ein Biomonitoring mit Graskulturen durchgeführt, um die Nordbahn-Sanierung und zeitgleiche Nutzung der südlichen Start- und Landebahn in 2015 zu begleiten.

Das Biomonitoring mit Graskulturen bzw. Grünkohl wird nach genauen Vorgaben des Vereins Deutscher Ingenieure durchgeführt. Die strengen Richtlinien zur Erde, in der die Pflanzen angezogen werden, zum Gießwasser und zu den Erntemethoden stellen den wissenschaftlichen Standard der Methode sicher. Die im Untersuchungsprogramm eingesetzten Pflanzen werden unter gleichen Bedingungen auf einem neutralen Substrat vorkultiviert. Im Untersuchungsgebiet werden diese dann in Töpfen auf einer Stange aufgestellt und nehmen über vier Wochen (Graskultur) bzw. acht Wochen (Grünkohl) Schadstoffe aus der Luft auf.

Die Untersuchungsergebnisse werden kontinuierlich und in einer allgemein verständlichen Form  veröffentlicht, um auch mögliche Veränderungen der Luftgüte nach Eröffnung des BER zu dokumentieren.

Ansprechpartner
Sebastian Aust

Sebastian Aust Referent Luftgüteüberwachung

  • Adresse
    Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
    Stabsstelle Umwelt
    D-12521 Berlin