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Die Historie des BER im Überblick

Luftbild Baustelle BER (Januar 2008)
Vor 2004

• 1996: Konsensbeschluss der Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund: Die Gesellschafter verzichten auf den Neubau eines Flughafens für die Region. Stattdessen soll der bereits existierende Flughafen Schönefeld zum Airport Berlin Brandenburg International BBI ausgebaut werden. Die innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof sollen geschlossen werden. Hauptgründe für die Standortentscheidung: Nähe des Standorts zur Bundeshauptstadt, Finanzierbarkeit der Verkehrsanbindung, Berlin und Brandenburg werden von den zu erwartenden Impulsen gemeinsam profitieren. Zur Finanzierung des Airports soll privates Kapital akquiriert werden.

• 1996 – 1999: Planung des Flughafens und Einreichung des Planfeststellungsantrags

• 1997 – 2003: Verhandlungen über die Privatisierung des Bauvorhabens und Vergabeverfahren. Die Privatisierung wird schlussendlich nicht umgesetzt und die Planungsunterlagen gehen an die Flughafengesellschaft über.

• 1999: Unterzeichnung der Verträge zur Umsiedlung der Gemeinde Diepensee und der Teilumsiedlung der Gemeinde Selchow.

• 2000 – 2004: Planfeststellungsverfahren mit Auslegung der Unterlagen und öffentlichen Anhörungen.

2004

• Planfeststellungsbeschluss durch die brandenburgische Luftverkehrsbehörde

• Billigung des Finanzierungskonzeptes

• Vergabe der ersten Planungsaufträge u. a. an die Generalplaner

• Start der bauvorbereitenden Maßnahmen

2005

• Das Bundesverwaltungsgericht gibt den Eilanträgen mehrerer Anwohner gegen die Sofortvollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses zum Schönefeld-Ausbau weitgehend statt. Bauvorbereitende Maßnahmen sind weiter möglich.

• Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg weist die Klagen von fünf Luftfahrtunter-nehmen gegen die Schließung von Berlin-Tegel zurück. Der Widerruf gegen die Betriebsgenehmigung soll nach der Inbetriebnahme des BER wirksam werden.

2006

• Das Bundesverwaltungsgericht genehmigt den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum BER. Eine Revision gegen das letztinstanzliche Urteil ist nicht möglich. Auflagen werden bei den Nachtflügen und Entschädigungen im Außenwohnbereich erteilt. Aufhebung des Baustopps.

• Erster Spatenstich für den neuen Flughafen. Unterzeichnung der Bahnverträge für die Schienenanbindung (5. September 2006)

2007

• Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entscheidet über die Schließung des Flughafens Tempelhof zum 31.10.2008 und weist die Klage von 13 Fluggesellschaften zurück.

• Erhalt der Baugenehmigung für das Fluggastterminal des BER.

• Start der Bauarbeiten am unterirdischen Bahnhof.

• Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH stimmt zu, das Vergabeverfahren für den Bau des Terminals aufzuheben. Die Bauleistungen werden stattdessen in Einzellosen am Markt platziert.

• Außerbetriebnahme der Nordbahn am Flughafen Schönefeld für den Neubau der A113 (neu)

2008

• Das Bundesverfassungsgericht bestätigt die Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses.

• Die Bauarbeiten am BER-Terminal starten.

2009

• Entscheidung der brandenburgischen Luftverkehrsbehörde zu den Nachtflügen am BER.

• Richtfest für den Tower der DFS am BER.

2010

• Richtfest des BER-Terminal.

• Verschiebung des geplanten Eröffnungstermins vom 30. Oktober 2011 auf den 3. Juni 2012. Grund sind u. a. Verzögerungen bei der technischen Gebäudeausstattung und dem notwendig gewordenen Einbau von weiteren Sicherheitskontrolllinien in zwei neu zu errichtenden Anbauten Pavillon Süd und Nord.

2011

• Die neue Südbahn am BER ist fertig.

• Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt den ergänzenden Planfeststellungsbeschluss für den BER letztinstanzlich. Im ergänzenden Planfeststellungsbeschluss vom Oktober 2009 legt das brandenburgische Infrastrukturministerium die Anzahl der Flüge in den Randzeiten von 22 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr fest.

• Der Probebetrieb mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FBB und von den Partnern startet im November 2011. Der Probebetrieb mit Komparsen startet im Februar und ist bis zum 16. Mai 2012 vorgesehen. Der Abbruch des Probebetriebs erfolgt mit der Verschiebung des Eröffnungstermins Anfang Mai 2012.

2012

• Das Bundesamt für Flugsicherung (BAF) stellt im Januar die Flugrouten für den Flughafen Berlin Brandenburg vor. Demnach werden die Flugzeuge von der Nordbahn geradeaus starten und von der Südbahn in beide Startrichtungen nach Süden abknicken.

• Am 8. Mai 2012 wird der Eröffnungstermin 3. Juni 2012 abgesagt. Fertigstellung und bauliche Abnahme sind nicht mehr zu realisieren. Die Flughafengesellschaft geht davon aus, dass der BER nach den Sommerferien 2012 eröffnen kann.

• Am 17. Mai 2012 entscheidet der Aufsichtsrat, dass der Eröffnungstermin für den BER auf den 17. März 2013 verschoben wird. Technikgeschäftsführer Dr. Manfred Körtgen verlässt das Unternehmen. Das Vertragsverhältnis mit der für Generalplanung und Objektüberwachung zuständigen Planungsgemeinschaft Flughafen Berlin Brandenburg International (pg bbi) wird beendet.

• Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) gibt einem Antrag von Flughafenanwohnern gegen das Schallschutzprogramm für den Flughafen Berlin Brandenburg statt. Demnach haben die Antragsteller „Anspruch auf finanziellen Ausgleich bzw. Einbau von Schallschutzmaßnahmen für den Tagzeitraum, die sicherstellen, dass im Rauminneren der Wohngebäude bei geschlossenen Fenster keine höheren A-bewerteten Maximalpegel als 55 dB(A) auftreten.“

• Der neue Technische Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Horst Amann, stellt in der Aufsichtsratssitzung am 7. September 2012 die Ergebnisse seiner Bestandsaufnahme für den Flughafen Berlin Brandenburg vor. Als neuer Eröffnungstermin wird der 27. Oktober 2013 genannt.

2013

• Der Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 wird Anfang Januar wegen Problemen an der Brandschutzanlage abgesagt.

• Das Cargo Center am BER nimmt im August den Betrieb auf.

• Das Konzept zum Umbau der Entrauchung wird beim Bauordnungsamt eingereicht. Es beinhaltet zwei Kernthemen: das Aufteilen der größten Entrauchungsanlage (der sogenannten Anlage 14) in drei Teile sowie den Einbau einer sogenannten „Übergeordneten sicherheitsgerichteten speicherprogrammierbaren Steuerung“ (ÜSSPS).

• Inbetriebnahme der Zugangskontrollstelle Süd im Dezember.

2014

• Inbetriebnahme der Feuerwache Ost und Feuerwache West, Winterdiensthalle und Abfallwirtschaft Ost. Insgesamt 39 von 40 Gebäuden auf dem BER-Gelände wurden vom Bauordnungsamt abgenommen. Ausstehend ist das BER-Terminal.

• Fertigstellung der neu errichteten Sprinkleranlage Pier Nord, um die geforderte Redundanz herzustellen.

• Die Nutzungsfreigabe für das Pier Nord wurde am 19. Dezember erteilt.

• Die Geschäftsführung nennt an der Aufsichtsratssitzung am 12. Dezember 2014 das zweite Halbjahr 2017 als neuen Terminkorridor zur Inbetriebnahme des BER.

2015

• 2015: Sanierung der Nordbahn des Flughafens Schönefeld. Währenddessen wird der Flugverkehr über die Südbahn des BER abgewickelt.

• Inbetriebnahme des BER-NET, der Umbau der Netzwerktechnik für den Campus BER ist damit abgeschlossen.

• Der Aufsichtsrat stimmt zu, dass der Flughafen Schönefeld fünf Jahre über die BER-Inbetriebnahme hinaus in Betrieb bleibt und weiter ausgebaut wird. Zudem wird beschlossen, ein neues Terminal am BER zu errichten. Das Terminal soll in unmittelbarer Nähe zum Pier Nord entstehen. Zudem werden Mittel für die Planung der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur sowie die Anpassung des Rollwegsystems in SXF und am BER bereitgestellt.

2016

• Genehmigung des 5. Nachtrags zur Baugenehmigung.

2017

• 2017: Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH teilt am 21.1.2017 mit, dass der Flughafen BER nicht wie geplant im Jahr 2017 in Betrieb gehen kann. Ein neuer Termin wird nicht genannt.

• Im Januar wird die Genehmigung für den 6. Nachtrag zur Baugenehmigung erteilt.

• Die Nutzungsfreigabe für das Pier Süd wird im Februar erteilt.

• Bauarbeiten an Flugbetriebsflächen mit temporärer Schließung der Nordbahn und Flugbetrieb auf der Südbahn während drei Monaten im Sommer.

• Vorstellung des detaillierten Masterplan BER 2040 mit dem strategischen Leitbild zur infrastrukturellen Weiterentwicklung des BER im Midfield. Durch eine Verlängerung der beiden Piers Süd und Nord sowie ein zweites Terminal kann der BER für bis zu 55 Millionen Passagiere im Jahr 2040 ausgebaut werden. Das bereits beschlossene Ausbauprogramm BER mit der Ertüchtigung von Schönefeld Nord, dem Ausbau der medialen Infrastruktur und den Flugbetriebsflächen sowie dem Neubau des Terminal T1-E (jetzt Terminal T2) werden in die Masterplanung integriert.

• Die Geschäftsführung gibt am 15.12.2017 bekannt, dass der BER im Oktober 2020 eröffnen soll. Mit dem Aufsichtsrat besteht Konsens, dass eine verantwortungsvolle und valide Einschätzung vorliegt, die eine realistische Grundlage für die weitere Arbeit bis zur Inbetriebnahme bietet.

2018

• Das Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald erteilt der Flughafengesellschaft im Januar 2018 eine weitere Baugenehmigung, den „Nachtrag 6.1“. Damit ist die maximale Auslastung des Flughafenbahnhofs endgültig genehmigt.

• Das Bauordnungsamt des Landeskreises Dahme-Spreewald erteilt am 24. Juli 2018 der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH die Baugenehmigung für das BER-Terminal T2 (frühere Bezeichnung T1-E).

• Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH beauftragt im September die Zechbau GmbH aus Bremen als Generalunternehmer mit dem Bau des neuen Terminals T2 am BER.

• Die Bauarbeiten am Interimsterminal des Regierungsflughafens enden im Zeit- und Kostenrahmen im Oktober 2018.

• Start des ORAT-Projekts 24 Monate vor der BER-Inbetriebnahme.

2019

• Richtfest für das Terminal 2 am 30. Juli 2019

• Verteilung der Airlines auf die Terminals T1, T2, T5

• Wirkprinzipprüfungen und Verbundtests am BER

• Festlegung des Eröffnungstermins auf den 31.10.2020