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Aufsichtsrat informiert sich über Verkehrsentwicklung und Finanzsituation / Operative Passagierprozesse im Fokus

24.09.21 15:40

Die Verkehrsentwicklung am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt und die weiteren Schritte zum Erreichen der Ziele des Business-Planes nach der Corona-Pandemie standen im Mittelpunkt der heutigen Sitzung des Aufsichtsrates.

Die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft berichtete ausführlich über die aktuelle Situation am BER. So sind mit Beginn der Sommerferien die Verkehrszahlen wie erwartet gestiegen. Der Trend setzte sich mit leicht steigender Tendenz fort. Im Juli und August nutzten jeweils mehr als eine Millionen Passagiere das Terminal 1. Im August waren es rund 1,43 Millionen Passagiere. Der bisher verkehrsreichste Tag war der 17. September 2021 mit mehr als 60.000 Passagieren. Die Flughafengesellschaft geht davon aus, dass das aktuelle Verkehrsniveau bis Ende Oktober stabil bleibt.

Insgesamt liefen die technischen Prozesse am Flughafen BER trotz zunehmender Passagierzahlen in den letzten Wochen stabil. Bei den Abläufen hat eine große Herausforderung vor allem darin bestanden, die Kontrollen von Impf- und Testnachweisen beim Check-in und bei den Einreisekontrollen in die Abfertigungsprozesse zu integrieren. Diese zusätzlichen Aufgaben haben die Abfertigungsprozesse am Flughafen verlangsamt und auch zu Kritik der Fluggäste geführt. Vor dem Hintergrund des zu erwartenden Herbstferienverkehrs hat die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat dargestellt, mit welchen Maßnahmen die Abläufe bei Abflug und Ankunft stabilisiert und beschleunigt werden sollen. Zur weiteren Verbesserung der Abläufe gehören auch die Ergänzungen von Beschilderungen im Terminal, der ständige Austausch mit der Bundespolizei zu den Sicherheits- und Passkontrollen sowie die verstärkte Reinigung der Sanitärbereiche.

Zur wirtschaftlichen Situation der Flughafengesellschaft berichtete die Geschäftsführung, dass die Liquidität der FBB bis zum Februar 2022 gesichert ist. Sie informierte den Aufsichtsrat über die Fortsetzung von Sparmaßnahmen. Nur die für den Betrieb absolut notwendigen Investitionen werden realisiert. Das baulich fertiggestellte Terminal 2, das sich in einem „Schlummerbetrieb“ befindet, wird wegen der fehlenden Passagiermenge in diesem Jahr nicht mehr in Betrieb genommen. Die beiden Start- und Landebahnen werden bis auf Weiteres abwechselnd betrieben. Außerdem ist die Kurzarbeit bis Dezember verlängert worden.

Als sehr erfreuliches Zeichen bewertete die Geschäftsführung die Grundsteinlegung für den easyJet-Hangar am westlichen Ende des Flughafengeländes. Die Airline unterstreicht mit dem ersten eigenen Hangar außerhalb Großbritanniens ihr Engagement als starker Partner der Wirtschaftsentwicklung in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.

Der Aufsichtsrat befasste sich auch mit der Vermarktung der landseitigen Flughafenflächen und ließ sich über den Stand des Vergabeverfahrens einer ersten Teilfläche auf dem Areal des „Midfield Gardens“, in unmittelbarer Nähe zum Terminal informieren. Oberstes Kriterium der Vergabe der ersten 70.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche ist, aus der Entwicklung der Fläche positive Effekte für die Entwicklung des gesamten Flughafens und seines Umfeldes zu erzielen. Die Flughafengesellschaft sucht deshalb in einem mehrstufigen Konzeptvergabeverfahren einen oder mehrere Partner, die mit ihrem Konzept und ihren Ideen dem gesamten Areal ein städtebauliches Profil geben, das auch für weitere Teilflächen eine klare konzeptionelle Orientierung bietet. Der Aufsichtsrat hat diesem Ansatz zugestimmt. Das Vermarktungsverfahren soll im ersten Quartal 2022 starten.

Engelbert Lütke Daldrup, der den Vorsitz der Geschäftsführung an Aletta von Massenbach abgibt und Ende September in den Ruhestand geht, wurde vom Aufsichtsrat verabschiedet. Im Namen des Aufsichtsrates und der Gesellschafter dankte der Aufsichtsratsvorsitzende Jörg Simon Lütke Daldrup dafür, aus der langjährigen Baustelle BER einen funktionierenden Flughafen gemacht zu haben. 

Jörg Simon, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Um die finanziell angespannte Situation der FBB zu entlasten, bedarf es weiterhin strikter Ausgabenkontrolle bei gleichzeitiger Weiterentwicklung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat wird sich in seiner Januar-Klausur intensiv mit der Unternehmensstrategie beschäftigen, die in der Recovery-Phase Orientierung gibt und den BER als starken internationalen Flughafen für die Hauptstadtregion etabliert.“ 

Aletta von Massenbach, kaufmännische Geschäftsführerin: „Die steigenden Fluggastzahlen sind eine grundsätzlich erfreuliche Entwicklung. Sie stellen den Flughafen aber gerade unter Corona-Bedingungen vor Herausforderungen. Die Abläufe rund um Abflug und Ankunft noch reibungsloser und verlässlicher zu gestalten, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben auf dem langen Weg, den BER wirtschaftlich erfolgreich zu machen.“ 

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Heute werden wieder mehr als 60.000 Passagiere am BER gezählt. Endlich kehrt Schritt für Schritt wieder Normalität ein, wenngleich der Winter wegen Corona noch mal schwierig wird. Jetzt geht es darum, das Terminal und die Prozesse zielgerichtet zu optimieren, damit der BER bei weiter steigendem Verkehr noch besser funktioniert, als er es jetzt schon tut. Ich bin überzeugt davon, dass der BER in Zukunft den Erwartungen gerecht wird, die die Hauptstadtregion an ihn hat. Daran mitgewirkt zu haben, den BER auf diesen Weg zu bringen, ist der Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn.“

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