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Reisen mit Tieren

21.06.2018

Fliegen mit Hund oder Katze – Was zu beachten ist

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Wer ein Haustier hat, fragt sich vor jedem Urlaub, wer sich darum kümmert, wenn man am Strand liegt oder Berge besteigt. Wenn man weiß, dass es während der Urlaubszeit gut versorgt ist, kann man entspannt wegfliegen. Allerdings macht das nicht jedes Tier mit. Und warum gerade im Urlaub auf den Liebling verzichten? Viele Airlines bieten die Mitnahme von Hunden oder Katzen an Bord oder im Frachtraum an. Damit die Vierbeiner die Reise gut überstehen, ist eine gründliche Vorbereitung nötig. Denn jedes Land hat unterschiedliche Bestimmungen für die Einreise und nicht jede Airline nimmt Haustiere problemlos mit. Was Sie zu diesem Thema wissen sollten.

Vor der Reise

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Eine Flugreise ist für Mensch wie Tier aufregend. Es ist gut zu überlegen, ob man seinem Haustier das zumuten kann. Vor der Buchung Ihres Fluges sollten Sie sich über die Ein- und Ausfuhrbestimmungen Ihres Urlaubslandes informieren. In Länder wie Großbritannien, Irland, Island und Jordanien dürfen z.B. keine Tiere mitgenommen werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt über die gültigen Tierschutzbestimmungen und besorgen Sie sich die erforderlichen Reisedokumente. Dazu zählen der EU-Heimtierpass inklusive Tollwut-Impfschutz und die Bescheinigung über die Flugtauglichkeit. Bedenken Sie auch, ob in Ihrer Urlaubsunterkunft Haustiere erlaubt sind.

Hund ist nicht gleich Hund

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Darf mein Hund überhaupt fliegen? Die Flugtauglichkeit kann am bestem Ihr Tierarzt bescheinigen. Einige Hunderassen, wie z.B. Kampfhunde der Kategorie 1, werden von den Airlines nicht mitgenommen oder haben in bestimmten Ländern Einreiseverbot. Stumpfnasige Hunde oder Katzen haben verengte Luftwege und sollten wegen der damit einhergehenden Atemnot besser nicht fliegen. Manche Vierbeiner eignen sich wegen ihres Charakters oder der Erziehung von vornherein nicht zum Fliegen. Assistenzhunde wie Blindenführhunde und Signalhunde dürfen meist kostenfrei in der Kabine mitgeführt werden.

Flugbuchung und Anmeldung

Die Beförderung von Tieren ist in der Regel gebührenpflichtig und muss frühzeitig – am besten bereits bei der Buchung des Fluges – bei der jeweiligen Fluggesellschaft angemeldet werden. Bei vielen Airlines ist die Anmeldung eines Tiertransports bis zu 24 Stunden vor Abflug möglich. Beachten Sie, dass nicht alle Airlines diesen Service anbieten und dass die Kapazität je nach Flugzeugtyp beschränkt sein kann. Der Preis für die Beförderung von Tieren richtet sich nach Tiergröße und Flugstrecke.

An Bord: Kabine oder Frachtraum

Wo Ihr Vierbeiner im Flugzeug transportiert wird, hängt von seiner Größe und dem Gewicht ab. Einige Airlines (z.B. Eurowings) nehmen grundsätzlich nur kleine Hunde oder Katzen mit. Andere Airlines (z.B. easyJet und Ryanair) erlauben außer Blinden- und Assistenzhunden gar keine Tiere auf Flügen.

Kleine Hunde

Kleine Hunde werden als Handgepäck eingestuft und dürfen mit in die Kabine. Sie müssen den gesamten Flug in einer speziellen Tasche transportiert werden. Die Tasche dürfen die Tiere während des gesamten Fluges nicht verlassen. Informieren Sie sich zur Größe der Tasche und dem maximalen Gewicht inklusive Tier bei Ihrer Airline.

Große Hunde

Große Hunde werden als Sonder- bzw. Sperrgepäck betrachtet. Sie verbringen den Flug in einer vom Halter mitgeführten Transportbox im klimatisierten Frachtraum des Fliegers. Kampfhunde benötigen einen speziellen Käfig. Die Box wird sicher verstaut und gegen Verrutschen gesichert. Am Flughafen geben Sie Ihren Hund am Schalter für Sperrgepäck ab.

Die richtige Transportbox

Bei beiden Varianten gilt stets, dass die Transportbox für das jeweilige Tier geeignet sein muss. Das Tier muss bequem aufrecht stehen, liegen und sich in der Box drehen können. Weiterhin muss die Box verschlossen und ausbruch- sowie auslaufsicher sein. Die Box sollte zudem bissfest, wasserundurchlässig und ausreichend belüftet sein. Im Fachhandel für Tierbedarf können Sie sich dazu rundum beraten lassen. Vor der Reise sollten auf der Transportbox der Name des Tieres, die eigene Adresse und die Telefonnummer gut lesbar angebracht werden. Stellen Sie die Box schon vor der Flugreise zu Hause auf, damit sich Ihr Tier vorab daran gewöhnen kann. So kann der Hund z.B. mit einem Leckerli belohnt werden, wenn er in die Box hinein geht. Entspricht die Tasche den Anforderungen der jeweiligen Airline nicht, kann diese die Tierbeförderung verweigern.

Am Flughafen

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sollten Sie sich rechtzeitig am Flughafen ankommen. So bleibt Ihnen genügend Zeit, Ihren „tierischen Begleiter“ einzuchecken und ggf. am Sperrgepäckschalter abzugeben. Mitzubringen ist neben der Box der EU-Heimtierausweis. Die Transporttasche- bzw. Box wird beim Check-in gewogen. Und keine Sorge – der Vierbeiner wird an der Sicherheitskontrolle nicht durch die Röntgenanlage geschoben. Sie gehen mit dem Tier durch die Torsonde hindurch und nur der leere Käfig wird geröntgt. Vor Abflug sollte sich Ihr Hund noch mal ordentlich auspowern.

Es gibt also allerlei zu beachten, wenn Sie und Ihr Vierbeiner zusammen fliegen möchten. Doch ist alles erst einmal organisiert, steht der Flugreise nichts mehr im Weg. Einen entspannten Flug!

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