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So geht es weiter am Flughafenstandort BER

05.02.2019

Nächstes Jahr, im Oktober 2020, wird der Flughafen Berlin Brandenburg in Betrieb gehen. Der gesamte Luftverkehr der Region Berlin-Brandenburg wird somit an einem Standort gebündelt. Mit der Eröffnung des BER erfolgt auch die Schließung des Flughafens Tegel. Damit gehen natürlich auch Fragen einher, ob der BER ausreichend groß ist, um den gesamten Bedarf der Hauptstadtregion aufzunehmen.


Genau mit dieser Frage beschäftigt sich die Flughafengesellschaft in ihrer Masterplanung. Grundlage der Ideen, wie der Standort weiterentwickelt werden kann, ist eine sogenannte Luftverkehrsprognose (siehe unten), nach der im Jahr 2040 rund 55 Millionen Passagiere pro Jahr am BER erwartet werden. Zum Vergleich: Heute fliegen knapp 35 Millionen Passagiere pro Jahr ab Schönefeld und Tegel.


Die Flughafengesellschaft hat für die steigenden Passagierzahlen ein Leitbild erarbeitet, den Masterplan BER 2040. Darin ist skizziert, wie der BER in den nächsten Jahrzehnten aussehen wird. Ziel ist es, den BER zu einem Standort mit mehreren Terminals weiter zu entwickeln. Eine neue Start- und Landebahn ist dabei nicht nötig. Die zwei Bahnen und die vorgesehenen Vorfeldflächen reichen aus, um die prognostizierten Verkehrsmengen zu bewältigen. Dies liegt auch daran, dass heute deutlich mehr Passagiere pro Luftfahrzeug reisen, als ursprünglich angenommen.


Die Flughafengesellschaft wird aus den groben Ideen der Masterplanung die einzelnen Projekte zeitlich gestaffelt detailliert ausarbeiten und die erforderlichen Genehmigungsverfahren zur Anpassung der Infrastruktur gemäß den gesetzlichen Vorgaben durchführen.

Terminals am BER

Bau T2

Neben dem großen Terminal 1 soll im Oktober 2020 auch das neue Terminal 2 direkt vor dem bereits bestehenden Pier Nord in Betrieb gehen. Zudem bleibt der Flughafen Schönefeld noch mehrere Jahre in Betrieb. Der Flughafen wird damit ein Terminal des BER. Gegenüber des Terminal 1 entsteht das neue Terminal 3 mit einer Gesamtkapazität von ca. 12 Millionen Passagieren. Die Planung dafür beginnen aktuell. Mit Inbetriebnahme des Terminal 3 wird dann auch der Flughafen Schönefeld geschlossen. Die weiteren Schritte danach werden in Abhängigkeit der weiteren Verkehrsentwicklung vorgenommen. Hier erfolgt dann die Anpassung der Masterplanung auf die dann zu berücksichtigenden Bedarfe.

Die Luftverkehrsprognose

Die Luftverkehrsprognose (die wissenschaftlich begründete Voraussage der Luftverkehrs-Entwicklung) aus dem Jahr 2000 ging von einer Verkehrsmenge von ca. 30 Millionen Passagieren und ca. 360.000 Flugbewegungen pro Jahr für das Jahr 2023 aus. Diese damals ermittelten Zahlen stellen jedoch gemäß Planfeststellungsbeschluss 2004 keine Obergrenze dar, sondern waren Planungsgrundlage für die zu entwickelnde Infrastruktur. Verändert sich die Prognose, muss die Infrastruktur angepasst werden. Die aktuelle Luftverkehrsprognose des Büros Steer aus dem Jahr 2018 geht im Jahr 2040 von ca. 55 Mio. Passagieren und ca. 417.000 Flugbewegungen pro Jahr aus. Auf Basis dieser Prognose wurde der Masterplan als Leitbild entwickelt.

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