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Luftverkehr in der Hauptstadtregion

02.05.2019

Wachstum der letzten Jahre bewältigen

In den letzten 30 Jahren hat sich der Luftverkehr in Deutschland und vor allem am Standort Berlin stark verändert. 2018 flogen schon 34,7 Millionen Passagiere von und nach Berlin. Was waren die Ursachen und wie gehen Flughäfen mit solch einem Wachstum um?


Anfang der 2000er Jahre begannen Low Cost Airlines in Europa und auch in Deutschland Fuß zu fassen. In Berlin nahm das Wachstum in 2002 mit Germanwings (nun Eurowings) und 2004 mit easyJet Fahrt auf. Dazu kamen später Norwegian, Vueling und andere. Mittlerweile bedienen alle großen Low Cost Airlines Europas die Hauptstadtregion.

Low Cost Airlines und Attraktivität der Region

Das Erfolgskonzept von Low Cost Airlines basiert auf der effizienten Ausnutzung der Ressourcen und der niedrigen Kosten. Die Auslastung der Flugzeuge beträgt bei Low Cost Airlines zwischen 80 und 90 Prozent, Kosten werden durch neue Verfahren und innovative Konzepte niedrig gehalten. Auch initiierten diese Fluggesellschaften das „unbundling“ – für jedes Produkt und jeden Service muss separat gezahlt werden. Viele dieser Änderungen haben Full Service Airlines mittlerweile übernommen und ihr Produkt entsprechend angepasst.


Die Stimulation des Marktes aufgrund von niedrigen Ticketpreisen führte zu einem überdurchschnittlichen Passagierwachstum. Hinzu kommt eine positive wirtschaftliche Entwicklung und die Attraktivität der Region als Ziel für Besucher aus In- und Ausland. Aufgrund der hohen Nachfrage sind sehr viele neue Verbindungen innerhalb Europas ab Berlin in den letzten Jahren dazu gekommen. Im Vergleich zu anderen deutschen Flughäfen ist das Luftverkehrsaufkommen an den Flughäfen Berlin Tegel und Schönefeld überdurchschnittlich gewachsen.

Verändern sich die Prognosen, muss die Infrastruktur angepasst werden

Die Infrastruktur der Flughäfen der Hauptstadtregion wurde in den letzten Jahren entsprechend dem Wachstum angepasst. Gleichzeitig ermöglichten höhere Auslastungen und größere Flugzeuge diese Entwicklung, bei der die Anzahl der Flugbewegungen nicht so stark wächst wie die Passagierzahl. Die Grafik unten zeigt die entsprechende Entwicklung der letzten zehn Jahre. Die durchschnittliche Auslastung wuchs von 70 Prozent in 2009 auf fast 80 Prozent in 2018.

Ausblick BER

Mittlerweile geht man davon aus, dass 2020 am BER über 35 Millionen Fluggäste ankommen und abfliegen können. Um dem prognostizierten Passagiervolumen bis 2040 eine bedarfsgerechte Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können, wurde ein strategisches Leitbild – der Masterplan BER 2040 – entwickelt. Projekte wie der Bau des Terminal 2 basieren auf diesen Prognosen und sollen den bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur garantieren.

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