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Das fliegende Klassenzimmer: Schüler befragen Fluggäste

07.05.2019
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„Excuse me, do you speak English?“ Dieser Satz erfordert zunächst einigen Mut der Schülerinnen und Schüler, die für ein klassenübergreifendes Englischunterricht-Projekt am Flughafen Schönefeld Reisende befragen. Mit Klemmbrett und Handy für den Audiomitschnitt bewaffnet, schwärmen die Viert- bis Sechstklässler der Grundschule am Campus Rütli in Dreiergruppen im Terminal B aus. Doch wen ansprechen? Passagiere, die eilig zur Sicherheitskontrolle gehen, sind wohl kaum die richtigen Interviewpartner. Daher konzentrieren sich zunächst alle Gruppen auf die Fluggäste, die es sich auf den Sesseln im Wartebereich gemütlich gemacht haben. Anfangs sind die Versuche noch sehr zögerlich, aber ist die erste Hürde geschafft, fällt es nicht mehr schwer, auf Reisende und Airline-Mitarbeiter zuzugehen und mit ihnen auf Englisch ein Interview zu führen.

Das „Airport Projekt“ greift eine Idee auf, die ein Lehrer aus München bereits Anfang der 1980er Jahre verwirklicht hat. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Englischkenntnisse einsetzen und vor allem die Hemmschwelle überwinden, fremde Menschen in der Fremdsprache anzusprechen. Die Vorbereitungszeit dauerte rund zwei Monate, erzählt die Lehrerin Cathrin Zahavi. Zunächst wurden sie in Projektgruppen eingeteilt, dabei wurde darauf geachtet, dass innerhalb jeder Gruppe der Stand der Englischkenntnisse unterschiedlich ist. Dadurch haben sie sich bei der Vorarbeit gegenseitig unterstützt und geholfen. Nicht nur die Sprachkenntnisse haben sich dabei verbessert, das Projekt hat sich bereits im Vorfeld positiv auf die Dynamik und den Zusammenhalt unter den Schülerinnen und Schülern ausgewirkt. Innerhalb der Gruppen haben sie die Interviewfragen erarbeitet und die Rolle jedes Einzelnen festgelegt. Als Dankeschön haben sie für ihre Interviewpartner ein kleines Büchlein gestaltet, in dem alle ihren persönlichen Lieblingsort in Berlin empfehlen (so viel sei verraten: besonders beliebt sind die Neukölln Arkaden).

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Jeder von ihnen muss innerhalb der Gruppe ein Interview führen. Fast alle angesprochenen Reisenden beantworten die Fragen wie „Where are you from?“, „What is your job?“, „Do you like Berlin?“ oder „Do you like German food?“ gerne. Manche Schülergruppen haben nach den positiven Reaktionen der Befragten solches Feuer gefangen, dass sie sogar noch zusätzliche Interviews führen. Am Ende sind alle sichtbar stolz, erleichtert und glücklich, dass sie es geschafft haben. Nach getaner Arbeit darf auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen: Als Belohnung geht es für alle nach Beendigung der aufregenden Englischstunde auf die Besucherterrasse in SXF. 

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