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Atemberaubende Dynamik

05.08.2019

Baulandpreise im Flughafenumfeld stark gestiegen

Waren es vor geraumer Zeit noch die Schilder mit der Aufschrift „Verkaufe Bauland“, die die Projektentwickler, Gemeinden oder private Eigentümer im Flughafenumland bei ihrer Suche nach Käufern in die Böden rammten, wird heute ähnlich stark von Käuferseite nach Bauland gesucht. Wer allerdings in der Region noch attraktives Bauland erwerben will, muss tief in die Tasche greifen, weiß auch Jürgen Kuse, der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Landkreis Dahme-Spreewald (LDS). „Die Preise hier im Berliner Umland haben sich in den letzten vier bis fünf Jahren mehr als verdoppelt. Das gibt es in der Form in keiner anderen Region Deutschlands.“

Preise für Bauland enorm angezogen

Im letzten Jahr mussten potenzielle Baulanderwerber 188 Euro durchschnittlich für einen Quadratmeter Bauland aufwenden, also nochmals 30 Prozent mehr im Vergleich zu 2017. Generell sind die Bodenrichtwerte für Wohn- und Mischgebiete im fünften Jahr hintereinander deutlich gestiegen. Dabei blieb die Anzahl der Verkäufe aufgrund der Angebotsverknappung relativ stabil (aktuell 865). Die Zahl der Umsätze hingegen, die 2018 in Grundstücke investiert wurden, ist von 653 auf beachtliche 775 Millionen Euro angewachsen, davon stammen alleine über 300 Millionen aus der Gemeinde Schönefeld, wie die Zahlen aus dem kürzlich veröffentlichten Grundstücksmarktbericht des Landkreises belegen. Noch nie wurde ein höherer Wert in den 26 Jahren des Bestehens des Kreises erzielt.

Wohnen im Grünen und Nachfrage nach Urbanität

Auswertungen, die im Zuge einer Umfrage für den Wohnungspoltischen Kompass 2019 gemacht wurden, haben unter anderem ergeben, dass bei der Wohnortsuche das „Wohnen im Grünen, Zentralität und eine gute Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs entscheidende Faktoren sind. Genau diese Faktoren vereint das so begehrte Flughafenumfeld in sich, mit seiner perfekten Symbiose aus Arbeits- und Wohnstandort. Das spiegelt sich auch in den Kaufpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser wider: Alleine in Königs Wusterhausen beträgt der durchschnittliche Kaufpreis 300.000 Euro. Dass die Region Dahme-Spreewald Ostdeutschlands steuerstärkster Kreis und auch im bundesweiten Vergleich ganz vorne dabei ist, dürfte diese Entwicklung weiter fördern.

Baulandpreise in Überflug gebieten ebenfalls gestiegen

Die im Rahmen der Fluglärmdiskussionen oftmals kolportierten Rückgänge der Grundstückswertentwicklungen wurden nicht bestätigt. Wie im aktuellen Grundstücksmarktbericht nachzulesen, „lässt sich kein originärer signifikanter Zusammenhang zwischen Flugrouten-Betroffenheit und sinkenden bzw. vermindert steigenden Grundstückswerten herstellen.“ Demnach sind die Baulandpreise in den künftigen Überfluggebieten für Wohnnutzung dementgegen sogar gestiegen. Ein Ende der dynamischen Entwicklung der Region sieht Gutachter Kuse vorerst nicht: „Die berlinnahe Region, aber auch die zweite Reihe dahinter, ist einfach so attraktiv, dass die Nachfrage an Grundstücken auch weiterhin das Angebot übertreffen wird.“ Dass Brandenburg weit die höchste Zahl von Baugenehmigungen für Wohneinheiten im LDS ausgewiesen wurde, untermauert seine Theorie.

Den Grundstücksmarktbericht sowie Infoszur baulichen Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen finden Sie hier:

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