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BER im Testmodus

01.10.2019

Die nächsten Schritte bis zur Eröffnung im Oktober 2020

In genau einem Jahr nimmt der BER seinen Betrieb auf. Bevor aber der erste Fluggast einchecken und die erste Maschine abheben kann, ist noch einiges zu tun. Nach den baulichen und technischen Tests, beginnt ein Probelauf mit tausenden Komparsen, bei dem alle Abläufe am Flughafen durchgespielt werden, bevor die ersten Passagiere vom BER starten.

Terminal beim „TÜV“

Seit Ende Juli prüfen unabhängige Experten vom TÜV Rheinland bei den sogenannten Wirk-Prinzip-Prüfungen (WPP) das Zusammenspiel der technischen Anlagen am BER in mehreren hundert Szenarien. Im Fokus steht der Nachweis, ob die geforderten Schutzziele gemäß Baugenehmigung und dem dort verankerten Brandschutzkonzept erreicht werden. Getestet werden insgesamt zwölf Anlagengruppen, unter anderem die Brandmelde- und die Alarmierungsvorkehrungen sowie die Sicherheitsbeleuchtung und die Stromversorgung. Zudem werden in den sogenannten „Verbundtests“ das Zusammenspiel von Systemen und Anlagen bei den betrieblichen Prozessen wie Boarding oder Check-in getestet.

Komparsen gesucht

Als Nächstes sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Berlin und Brandenburg gefragt: 2020 startet der Probebetrieb, bei dem Komparsen den BER einem Praxistest unterziehen. Die Freiwilligen schlüpfen in die Rolle von Flugreisenden und sollen zum Beispiel testen, ob sie am Check-in reibungslos abgefertigt werden und ihren Weg in den Flieger finden. Dazu werden ab Juni jeweils dienstags und donnerstags etwa 600 Komparsen erwartet. Zudem sind zur selben Zeit mehrere Großtests geplant, bei denen immer etwa 1000 Statisten den Flughafen auf den Prüfstand stellen. Wer Interesse hat, beim Probebetrieb als Komparse mitzumachen, kann sich Anfang 2020 anmelden.

Aufteilung der Fluggesellschaften

Bevor der Flugbetrieb starten kann, müssen noch die Standorte der rund 80 Airlines abschließend festgelegt werden. EasyJet und die Lufthansa werden im zentralen Hauptterminal T1 zu finden sein. Eurowings wird im Terminal T2 mit direkter Anbindung an das Pier Nord angesiedelt. Der Flughafen Schönefeld wird künftig als BER Terminal 5 fungieren und v. a. von Ryanair genutzt werden. Passagiere müssen sich also künftig vor der Anreise informieren, ob sie vom BER am T1, T2 oder T5 abfliegen werden. Detaillierte Informationen dazu werden auf einer neuen Internetseite rechtzeitig bereitgestellt.

Wie geht es nach der Eröffnung weiter?

Auch nach der BER-Eröffnung wird sich der Flughafenstandort weiterentwickeln. Es wird damit gerechnet, dass die Passagierzahlen in Berlin-Brandenburg bis zum Jahr 2040 auf rund 55 Millionen von derzeit etwa 35 Millionen ansteigen wird. Bereits jetzt in Planung ist daher das Terminal T3 am BER.

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