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Luftgütemessung

Luftgütemessstelle

Innerhalb bestimmter Zeiträume müssen gemäß einer EU-Richtlinie Grenzwerte für Luftschadstoffe eingehalten werden. Diese Grenzwerte orientieren sich an den Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt festgelegt wurden. Die Grenzwerte sowie deren Einhaltungsfristen wurden mit der Bundesimmissionsschutzverordnung in deutsches Recht umgesetzt.

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH betreibt seit August 2011 eine Luftgütemessstelle am östlichen Kopf der Nordbahn. An diesem Standort, der in Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt (LfU) des Landes Brandenburg festgelegt wurde, werden bei Westwind insbesondere die Emissionen ermittelt, die durch Starts und Landungen der Flugzeuge, Kraftfahrzeugverkehr und Abfertigungsvorgänge auf dem Terminalvorfeld entstehen.

Die Konzentration der verkehrstypischen Schadstoffe Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffmonoxid (NO), Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10 und PM2,5) sowie Ozon als sekundär gebildetem Luftschadstoff wird kontinuierlich erfasst. Zusätzlich werden Proben mit Filtern und Aktivkohle-Röhrchen gesammelt und zur Analyse an das Landeslabor Berlin-Brandenburg übergeben. Diese Proben werden auf die Schadstoffe Benzol, Benz(a)pyren, weitere Kohlenwasserstoffe und Ruß untersucht. Die kontinuierlich erfassten Messwerte des Vortages können täglich auf der Internetseite des Landesamtes für Umwelt Brandenburg eingesehen werden.

Seit September 2016 setzt die FBB auch Messtechnik zur Erfassung von Ultrafeinstaub ein. Sie ist damit die erste deutsche Flughafenbetreibergesellschaft, die über längere zusammenhängende Messzeiträume Daten zu diesem Messparameter im Flughafenumfeld eigenständig erhebt.

Ultrafeinstaub bezeichnet zusammenfassend Aerosole und Partikel mit einem Durchmesser kleiner 100 nm. Ein Grenzwert für Ultrafeinstaub liegt derzeit nicht vor. Deshalb ist die Messung von Ultrafeinstaub auch nicht Teil einer verpflichtend und routinemäßig durchgeführten Immissionsüberwachung. Ultrafeinstaub ist vielmehr fortlaufend Thema von Forschung und Wissenschaft, um u.a. eine hinreichende Bewertungen zu Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu ermöglichen. Hierzu besteht weiterhin Forschungsbedarf. Die FBB möchte mit ihren UFP-Messungen einen aktiven Beitrag zur Charakterisierung der Außenluft im Flughafenumfeld leisten und dem gesteigerten Interesse der Öffentlichkeit an dem Thema Ultrafeinstaub entgegenkommen.

Daten Luftgütemessnetz Brandenburg, Landesamt für Umwelt.

OrtNO2COPM10PM2.5O3
Schönefeld, Flughafen1321327885
Blankenfelde-Mahlow9175221488
Hasenholz (Buckow)4181184
Potsdam, Zeppelinstraße312522012

Alle Konzentrationsangaben in µg/m³

Ansprechpartner
Sebastian Aust

Sebastian Aust Referent Luftgüteüberwachung

  • Adresse
    Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
    Stabsstelle Umwelt
    D-12521 Berlin
Ansprechpartner
Dr. Uta Wolf-Benning

Dr. Uta Wolf-Benning Referentin Immissionsschutz

  • Adresse
    Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
    Stabsstelle Umwelt
    D-12521 Berlin